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Sa., 28.3. // #Mietenwahnsinn-Demonstration 2020

Gemeinsam widersetzen gegen #Mietenwahnsinn
Aufruf zur Demonstration in Berlin am 28. März 2020

Wir alle haben inzwischen Erfahrungen mit Mietsteigerungen, Moderinisierungen, Entmietungen, Eigenbedarfsklagen und Zwangsräumungen gemacht; oder wir leben in der Sorge, dass es als nächstes uns, unsere Nachbar*innen, unseren Gemüseladen, unser Lieblingskino, die Kita oder die Kiezkneipe trifft. Der Mietenwahnsinn treibt uns weiter in die soziale Ungerechtigkeit und zerstört alles lebens- und liebenswerte in unseren Städten. Wir haben satt, denn das alles muss nicht so sein!

Die soziale Ungleichheit der Wohn- und Lebensfrage ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis der Vermarktung unserer Grundbedürfnisse. Solange Grund und Boden Privateigentum bleiben, wird es Spekulation mit Leerstand und Mietenwahnsinn geben – und zwar auf unsere Kosten!

Deshalb wollen wir eine Stadt die kein Geschäftsmodell ist, sondern die allen gehört – und zwar unabhängig von Herkunft, Sprache und Alter und in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss.

Zusammenhalt und Solidarität gegen soziale Ungerechtigkeit

Doch mit dem Mietenwahnsinn wächst auch unser Widerstand! Allein in Berlin riefen im vergangenen April 280 Initiativen dazu auf gegen Verdrängung, Zwangsräumungen und den Ausverkauf unserer Grundbedürfnisse zu protestieren. Am Ende waren auf unserer Demo über 40.000 Menschen!

Viele von uns haben sich inzwischen in ihren Häusern und Nachbarschaften zusammengeschlossen, weitere Mieterinitiativen und Recht auf Stadt-Gruppen gegründet, Zwangsräumungen blockiert, leerstehende Häuser und Wohnungen besetzt, selbstverwaltete Wohnprojekte und neue Wohnungsgenossenschaften gegründet.

Dabei wird mehr als deutlich, was ein starker, solidarischer und breit aufgestellter Widerstand bewirken kann: Gemeinsam konnten wir so manche Kündigung verhindern, mache Mieterhöhung abwehren und manchen Hausverkauf stoppen. Nur durch unseren Protest wurden erstmals wieder Wohnungen rekommunalisiert, muss die Immobilienlobby die Enteignung fürchten und hat der Senat ein paar Reformen beschlossen. Doch das bisschen Millieuschutz und der löchrige Mietendeckel reichen lange nicht aus! Wir machen weiter. Entschlossen, selbstorganisiert und alle zusammen!

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt, Solidarität und unsere Alternativen entgegen.

Kämpfen wir gemeinsam für:

  • einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik!
  • die Vergesellschaftung von Wohnraum und die Sozialisierung von Grundeigentum!
  • echte demokratische Mitbestimmung der Mieter*innen und die Selbstverwaltung der Wohnhäuser!
  • ein Ende der Zwangsräumungen!
  • die Entkrimminalisieung von Mietstreiks, Leerstandsbesetzungen und die Abschaffung der Berliner Linie!

Widersetzen wir uns!

Kommt zur Demonstration am 28. März 2020 um 13:00 am Potsdamer Platz. Unter dem Motto Housing Action Day finden parallel Demonstrationen in vielen bundesdeutschen und europäischen Städten statt. Setzt euch zusammen und nehmt an den Aktionstagen vom 20. März bis zum 28. März teil!

Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn! Wohnen ist Menschenrecht!

mietenwahnsinn.info
housing-action-day.net
twitter.com/MietenwahnsinnB
facebook.com/berlingegenmietenwahnsinn

Video

Zwangsräumung von Daniel in der Transvaalstraße am 26.02.2020

Wir haben die Räumung von Daniel am Morgen des 26.02.2020 in einem Video zusammengefasst. Wir bleiben traurig und wütend! #DanielBleibt #mietenwahnsinn #housingactionday2020

10. Kiezversammlung gegen Verdrängung

10. Kiezversammlung gegen Verdrängung
Mittwoch, 4.3.2020, 19.30 Uhr
SO36, Oranienstr. 190, Berlin-Kreuzberg

Zusammen aktiv gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung!

Leider sind weder Mietenwahnsinn noch Verdrängung vorbei, auch wenn der eingeschränkte Mietendeckel kommt. Dass er überhaupt kommt, ist einer vielfältigen und gut vernetzen Mieter*innenbewegung zu verdanken. Doch wir wollen mehr!

Wir wollen, dass Wohnen keine Ware mehr ist, dass weder linke Projekte noch Kleingewerbe noch soziale Einrichtungen verdrängt werden. Wir wollen Wohnungen für alle! Wir wollen große Immobilienkonzerne enteignen, Großprojekte wie Signa am Hermannplatz und den Amazontower in Friedrichshain stoppen. Wir wollen den Umwandlungen in Eigentumswohnungen, Eigenbedarfskündigungen und Zwangsräumungen Widerstand entgegensetzen. Wir sind gespannt auf Erfahrungsberichte aus anderen Kiezen und ihren Versammlungen, wie sie sich gemeinsam erfolgreich wehren.

Am Samstag, den 28. März, gibt es wieder eine Großdemonstration gegen #Mietenwahnsinn und Verdrängung, um 13 Uhr ab dem Potsdamer Platz. Davor gibt es vom 20. bis 28. März eine Aktionswoche. Alle können und sollen sich einbringen, egal ob mit einem Hoffest in einer sich neu gründenden Hausgemeinschaft oder mit sonstigen kreativen oder auch mal zugespitzteren Aktivitäten – alles ist willkommen!

Di., 11.2.2020 // Kundgebung gegen den Immobilien-Lobby-Kongress „Quo Vadis 2020“

Den Profiteuren von Verdrängung und Mietenwahnsinn auf die Pelle rücken – Kundgebung mit Live-Musik gegen den Immobilien-Lobby-Kongress „Quo Vadis 2020“

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Dienstag 11.2.2020, 17:00 – 19:30 Uhr
Unter den Linden 77 (direkt vor dem Adlon)
10117 Berlin-Mitte
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Vom 10. bis 12.2.2020 findet zum 30sten Mal der Immobilien-Lobby-Kongress „Quo Vadis“ im Berliner Hotel Adlon statt. Für schlappe 3000 Euro Eintritt wollen dort Banken, Politiker*innen und große Immobilienkonzerne planen wie sie weiter ungestört ihre Profite mit der Miete einfahren können.

Das ist nicht mehr ganz so einfach wie in den Jahren zuvor, da den Mieter*innen angesichts horrender Mietsteigerungen langsam der Kragen platzt. In den vergangenen Jahren gab es unzählige Proteste gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn. Hausgemeinschaften organisieren sich, Zwangsräumungen werden blockiert, Häuser besetzt, Google aus Kreuzberg vertrieben, Immobilienkonzerne sollen enteignet werden und zehntausende gehen gegen den Mietenwahnsinn auf die Straße.

Selbst die Politik muss reagieren und führt in Berlin einen Mietendeckel ein, der für viele Mieter*innen erstmal eine Verschnaufpause bedeuten würde. Dagegen schießt die Immobilien-Lobby aus allen Rohren. Auch auf dem „Quo Vadis“-Kongress, wo der Vertreter der Reichen-Partei FDP Christian Lindner zum Auftakt fragen darf: „Wie viel Regulierung verträgt der Markt noch?“
Wie viel Regulierung der hier verniedlichend „Markt“ genannte Kapitalismus verträgt ist uns letztlich scheißegal – soll er doch zum Teufel gehen! Wir wollen keine Gesellschaft in der die Wenigen auf Kosten der Vielen leben, in der Wohnungen nur für den Profit gebaut werden, in der Menschen Angst um ihre Wohnung haben müssen und hunderttausende wohnungslos sind. Deshalb kämpfen wir auch weiter für ganz andere gesellschaftliche Verhältnisse.

Öffentlichkeit passt den Profiteuren von Verdrängung und Mietenwahnsinn gar nicht. Letztes Jahr haben sie wegen unserer Proteste einen traditionellen Spaziergang abgesagt und eine Abendveranstaltung verlegt, dieses Jahr wird das alles gleich ganz geheim gehalten. Lasst uns deshalb den selbsternannten „Immobilienentscheidern“ auch dieses Jahr wieder in die Suppe spucken. Am 11.2.2020 am Adlon und anlässlich des europaweiten Housing Action Day am 28.3. bei der großen Mietenwahnsinn-Demo 2020.

Zwangsräumung verhindern – Wohnung beschlagnahmen! // Do., 21.11 // 16:30 // BVV-Mitte

UPDATE: Auf der Kundgebung direkt vor dem Eingang zum Rathaus Mitte waren ungefähr 30-40 solidarische Leute. Die meisten sind dann noch zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) -Sitzung. Gleich am Anfang gab es eine Einwohneranfrage von Hände weg vom Wedding zu Obdachlosigkeit und Beschlagnahme der Wohnung um diese abzuwenden.

Bezirksstadtrat Gothe (Stadtentwicklung, Gesundheit, Soziales) meinte Beschlagnahme zur Abwendung von Obdachlosigkeit geht nicht weil sie Plätze für Obdachlose haben. Läusepensionen der Armutsindustrie hat er nicht gesagt aber… Die Linkspartei hat dann einen Antrag zur Beschlagnahme von Daniels Wohnung eingebracht.

Alle Fraktionen konnten dann noch ihren Senf dazugeben. Letztendlich haben Linkspartei, Grüne, Piraten und 2 SPDler dem Antrag zugestimmt. Die restlichen SPDler haben sich enthalten. CDU, AFD und FDP waren dagegen. Damit war der Antrag angenommen, das war das erste mal in einer BVV.

Das Bezirksamt, zuständig Gothe, müssen den Antrag innerhalb 3 Monaten rechtlich prüfen und bearbeiten. Was Gothe jetzt macht ist schwer einzuschätzen. Er ist angeblich mit dem Eigentümer und Daniel in Kontakt. Kann sein, dass er nicht beschlagnahmen will aber auch keine Eskalation will. Das würde dann Ersatzwohnung oder Einigung mit dem Eigentümer bedeuten.
 
Danach war dann noch Calvin- und Habersathstraße auf der Tagesordnung aber das ist eine schon wieder eine andere Geschichte…

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Kundgebung
Donnerstag, 21.11.2019, 16.30-17.30 Uhr
Danach gemeinsamer Besuch der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte
Bürgeramt Rathaus Mitte
Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin-Mitte

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In Berlin-Wedding droht die Zwangsräumung von unserem Nachbarn Daniel[2]. Der Vermieter will ihn mitten im Winter auf die Straße setzen. Daniel ist dabei kein Einzelfall: jährlich gibt es über 5000 Räumungsurteile in Berlin. Auch im Winter gibt es keinen Stopp der Zwangsräumungen.

Die Bezirke sind verpflichtet Wohnungslose unterzubringen. Der Bezirk-Mitte kommt seiner Unterbringungspflicht nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) nicht nach. Menschen landen nach einer Zwangsräumung in einer Notunterkunft oder häufig sogar auf der Straße. Dieses Versagen ist kein Zufall, sondern hat System. Die Berliner Obdachlosenhilfe schrieb kürzlich zur Ablehnung des Ehrenamtspreis des Bezirks Mitte, dass sie selbst „maßgeblich damit beschäftigt sind, ehrenamtlich Aufgaben zu erfüllen, die der Bezirk vernachlässigt“ [2]. Der Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel steht mit seiner obdachlosenfeindlichen, rassistischen und menschenverachtenden Politik für dieses Versagen: Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit werden nicht genutzt, die viel zu geringe Kapazität von Unterkünften wird verleugnet und die Verdrängung von Obdachlosen aus dem öffentlichen Raum vorangetrieben. Für jede*n Kältetote*n auf Berlins Straßen ist diese Politik mit verantwortlich.

Wir klagen den Bezirk-Mitte an, dass er seiner Unterbringungspflicht nicht nachkommt und viele Möglichkeiten ungenutzt lässt, um Wohnungslosigkeit zu verhindern. So ist der wissenschaftliche Dienst des Abgeordnetenhauses zu dem Schluss gekommen, dass die Wohnungen „privater Wohneigentümer schon zur Verhinderung einer drohenden Obdachlosigkeit gemäß den §§ 17, 16 ASOG“ beschlagnahmt werden dürfen [3]. Trotz solcher Möglichkeiten wollen die Bezirke sich dem Profitstreben der Eigentümer nicht entgegenstellen. Das darf nicht so weitergehen!

Deswegen machen wir eine Kundgebung und gehen dann alle gemeinsam zur Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte. Dort werden Einwohneranfragen zum Thema Beschlagnahme von Wohnungen gestellt und es wird ein Antrag eingebracht mit dem Titel „Obdachlosigkeit verhindern! Sofortige Beschlagnahme der Wohnung“.

Wir fordern:
Beschlagnahmung von Wohnungen bei drohender Obdachlosigkeit!
Zwangsräumungsstopp im Winter!
Keine Zwangsräumung ohne gleichwertige Unterbringung!

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Hände weg vom Wedding
https://www.unverwertbar.org
Bündnis Zwangsräumung verhindern
https://zwangsraeumungverhindern.nostate.net/
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[1] https://www.youtube.com/watch?v=0ThY9UY4JTM
https://zwangsraeumungverhindern.nostate.net/2019/10/15/zwangsraeumung-von-daniel-verschoben-raeumungsaufschub-bis-zum-30-november/
[2] https://www.berliner-obdachlosenhilfe.de/unser-verein/politische-positionen/
[3] https://www.parlament-berlin.de/C1257B55002B290D/vwContentByKey/W2BE4J5A106WEBSDE/$File/20190225-Behoerdl_Beschlagnahme_von_Wohnraum.pdf

Kundgebung // Zwangsräumung darf keine Normalität sein! // Mi., 13.11., 15-17 Uhr

Zwangsräumung darf keine Normalität sein!
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Kundgebung
Mittwoch, 13.11.2019, 15-17 Uhr
Kurfürstenstraße 116, 10787 Berlin-Schöneberg
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Am Mittwoch, den 13. November findet im Hotel „Sylter Hof“ von 10 bis 16 Uhr ein Seminar mit dem Titel
„Die Beendigung von Mietverhältnissen – Kündigung und Räumungsfragen“
von Markus Gelderblom, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht und Geschäftsführer der Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg Service GmbH statt.

Die Ankündigung verspricht Informationen in verständlicher Sprache über alle Fragen der Kündigung und der Räumungsvollstreckung. Wir können uns nicht damit abfinden, dass die Zwangsräumung einer Wohnung als Normalität erscheint. Niemand wartet auf seine Zwangsräumung. Die Mieter*innen finden einfach keine Wohnung!

Und warum kommt es überhaupt zu einer Zwangsräumung? Die Geschichte, dass die Mieter*in besseres zu tun hat, als ihre Miete zu zahlen, ist angesichts der überwältigenden Not am Wohnungsmarkt eine Mär mit langem Bart. In der Regel kann der Eigentümer mehr aus seiner Wohnung an Profit schlagen, als die laufende Miete hergibt. Die Spekulation mit Wohnraum hat den Wert der Wohnung in die Höhe getrieben. Es gibt immer jemanden und meistens pro Wohnung zwischen 60 und 100 Leute, die bereit sind das Doppelte bis Dreifache für deine Wohnung zu zahlen.

Daraus ergibt sich ein ökonomischer Druck auf dem Wohnungsmarkt, denn die Werteinschätzung des Hauses rechnet auf der Grundlage der Markterwartungsmiete und nicht der Bestandsmiete. Der ökonomische Druck auf die Kündigung erscheint dann als Sachzwang, denn Kredite müssen bezahlt werden, die Erwartungsmieter*innen auch wirklich einziehen.

Hier kann man sehr schön erkennen, dass das Eigentum an Häusern und Wohnungen mehr als der Besitz daran ist, sondern ein soziales Verhältnis indem es Gewinner und Verlierer gibt und die Mieter*innen auf dem Wohnungsmarkt in Konkurrenz zueinander treten müssen.

Und hier offenbart sich die ganz Lüge des Kapitalismus, denn bist du alt, alleinerziehend oder weiblich oder geflüchtet, dann wirst du in dieser Konkurrenz keine Chance haben. Wir verurteilen dieses System, das aus jedem Bedürfnis eine Ware macht und die Rechtssprechung als Säule der Demokratie feiert. Aber die Freiheit der Mieter*innen liegt in ihrer Solidarität.

Kommt zur Kundgebung ab 15 Uhr und lasst uns gemeinsam den Teilnehmer*innen des Seminars mitteilen und zurufen, was die Folgen ihres Handelns sind und was wir davon halten! Kündigung und Zwangsräumung – davon haben wir genug!

Soziale Verhältnisse gehören geändert und Konkurrenz überwunden! Wir sind Viele, wir sind mehr – bleibt uns weg mit eurer Mär von Freiheit und Selbstverwirklichung.

Reiche 73 gegen Verdrängung: Musik-Kundgebung und solidarische Prozess-Begleitung

UPDATE
Einen Prozessbericht der Räumungsklage gegen die Mietpartei in der Reichenberger Str.73 am 30.10.2019 findet ihr hier

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Musik-Kundgebung
mit Judiths Krise, Geigerzähler, Christiane Rösinger u.a.
Samstag, 26.10., 15-18 Uhr
Reichenberger Straße 73, 10999 Berlin-Kreuzberg
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Kundgebung und solidarische Prozess-Begleitung
Mittwoch, 30.10.
9 Uhr: Kundgebung
10 Uhr: Räumumgsprozess wegen Eigenbedarfskündigung, Raum A 262, 2.Etage
Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg
Möckernstr.130, 10963 Berlin-Kreuzberg
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Kündigungen wegen sogenanntem Eigenbedarf nehmen immer mehr zu. Sie sind das „Schweizer Messer“ der Eigentümer*innen um Mieter*innen aus ihren Wohnungen zu drängen und bei Neuvermietung den Profit zu erhöhen. Besonders unangenehm fällt hier der Brenning-Clan des CDU-Politikers Ernst Brenning auf.

In einem seiner zahlreichen Häuser, der Reichenberger Straße 73, liess er bereits 2014 eine fünfköpfige Familie brutal räumen. Alleine dort kündigte der Clan bereits 6 Wohnungen wegen Eigenbedarf. Jetzt hat er einen Räumungsprozess gegen Mieter*innen, die dort seit 34 Jahren wohnen, angestrengt.

Auch in ihren anderen Häusern bedrohten die Brennings mehrfach Mieter*innen mit schriftlichen sowie mündlichen Eigenbedarfskündigungen. Vor wenigen Wochen konnte eine Mietpartei allerdings einen Räumungsprozess gegen den Brenning-Clan gewinnen – die Klage wurde vor Gericht abgewiesen!

CDU-Immobilien-Clan stoppen! Zwangsräumung verhindern!

Weitere Infos: http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de/index.php/bleibe-n

Zwangsräumung von Daniel verschoben +++ Räumungsaufschub bis zum 30. November +++

Heute Morgen, einen Tag vor der angekündigten Zwangsräumung, hatte Daniel den Brief mit einem Räumungsaufschub bis zum 30. November im Briefkasten. Sechs Wochen Zeit, noch einmal kurz tief durchzuatmen, bis die nächste Räumung vor der Tür steht. Eine medizinische Untersuchung durch den Amtsarzt ist angeordnet.

Wir freuen uns für Daniel, dass er noch etwas länger in seiner Wohnung bleiben kann.Danke an Alle, die sich mit uns der Räumung in den Weg gestellt hätten. Aufgeschoben ist leider nicht aufgehoben und wir werden uns daher auch einer nächsten Räumung in den Weg stellen.

Sagt allen Bescheid und verbreitet die Nachricht weiter. Wir melden uns, wenn wir mehr Informationen haben.

Mi., 16. 10., 6.00 Uhr // Zwangsräumung von Daniel verhindern!

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Zwangsräumung von Daniel verhindern!
Mittwoch, 16. 10. 2019, 6.00 Uhr
Transvaalstraße 20, 13351 Berlin-Wedding

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Die Gerichtsvollzieherin hat sich für 7.00 Uhr angekündigt. Kommt rechtzeitig! Kundgebung ab 6.00 Uhr vor dem Haus.

Seit über 35 Jahren, ein halbes Leben, nennt Daniel schon die Wohnung in der Transvaalstraße sein Zuhause. Jetzt steht nicht nur der Winter, sondern auch seine Räumung vor der Tür. Seit vielen Monaten kämpfen wir gemeinsam um sein Zuhause, doch dem Eigentümer Zunker ist die Rendite wichtiger.

Nachdem die Wohnung jahrelang vernachlässigt und dringend notwendige Reparaturen gar nicht oder von Daniel selbst ausgeführt wurden, hat er schließlich die Miete gemindert. Das wurde ihm als Mietschulden ausgelegt. Schlecht beraten wurde Daniel von seinem Anwalt, einem hohen Tier bei der Immobilienlobby von Haus und Grund.

Das Jobcenter weigerte sich die Mietschulden zu übernehmen, obwohl kein Missbrauch vorlag und sie zur Verhinderung von Obdachlosigkeit dazu angehalten sind. Jetzt gibt es einen Räumungstitel. Das Jobcenter ist sogar zu knauserig Umzugs- und Einlagerungskosten seiner Sachen zu bezahlen. Ein erster Räumungstermin wurde aus gesundheitlichen Gründen verschoben. Denn neben dem psychischen Stress der drohenden Obdachlosigkeit, ist auch die Wohnung selbst lange eine Körperverletzung gewesen. Die Bleirohre der Wohnung wurden erst kürzlich ausgetauscht, Daniel überlebte vor wenigen Jahren eine seltene Krebserkrankung. Ein Zusammenhang ist naheliegend, aber nicht nachweisbar. Oder wie es schon Heinrich Zille sagte: „Man kann einen Menschen mit einer Wohnung erschlagen wie mit einer Axt.“

Während in Frankreich im Oktober die Winterpause für Zwangsräumungen beginnt, soll Daniel gnadenlos auf die Straße gesetzt werden. In den letzten Monaten hat er nicht nur wie ein Löwe um das eigene Zuhause gekämpft, sondern auch zahlreiche andere Mieter*innen unterstützt und wurde Teil der mietenpolitischen Bewegung.

Seine Zwangsräumung wird nicht still und leise über die Bühne gehen! Wir wollen Eigentümer, Polizei und Gerichtsvollzieher*in keinen Fußbreit ins Haus lassen! Unsere Wut gilt ihnen, unsere Solidarität gehört Daniel. Wir bleiben Alle! Keine weiteren Räumungen!

Bündnis Zwangsräumung Verhindern
berlin.zwangsraeumungverhindern.org
Hände weg vom Wedding
www.unverwertbar.org

9. Kiezversammlung – Termine

Neben Diskussionen über Mietendeckel (www.mietendeckelrechner.de), Vorkaufsrecht, Deutsche Wohnen & Co enteignen, Tumalwat und #besetzen gabs auch wieder jede Menge Termine:

Mittwoch, 25.09.
• 18.00 Uhr; Hotel Merkur – Hermannstr. 214
Kundgebung „Kriminelle Eigentümerkartelle zerschlagen“ gegen Mitgliederversammlung von Haus & Grund – Neukölln“
• 18.00 Uhr; Yorkstraße 4-11
BVV-Sitzung besuchen mit Vielen, wegen der Ratibor 14
• Abends; HAU – Hebbel am Ufer
Generalprobe: Musical gegen Gentrifizierung

Donnerstag, 26.09.
• Abends; HAU – Hebbel am Ufer
Musical gegen Gentrifizierung

Freitag 27.09.
• 18.30; Mariannenplatz
Nachbar*innen gegen Airbnb
Kiezspaziergang gegen Touristifizierung

Samstag, 28.09.
• Tag des Besetzungen; achtet auf Ankündigungen
• 12.00 Uhr; Potse
Demonstration für Potse und Drugstore
• 12.00 Uhr; Großbeerenstraße 17a
Kundgebung vor Ehemals besetzter G17a

Sonntag, 29.09.
• 14.30 Uhr; Urbanhafen bis Lohmühle
Bootsdemo + Kundgebung an den Brücken für die Meuterei
• 17.00-18.00 Uhr; Erkelenzdamm 13
Kundgebung gegen Akelius vor der Firmenzentrale
• 19.00 Uhr; Reichenbergerstraße 73
E3K – Eigenbedarf kennt keine Kündigung
Videokundgebung gegen Verdrängung Eigenbedarf

Mittwoch, 02.10.
• 20.00 Uhr; Kino Movimiento
Film über Kamil Mode und den Widerstand gegen die Räumung des Ladens

Donnerstag, 03.10.
• 13.00 Uhr; Kongresshalle Alex/ Haus des Lehrers
Demonstration „Richtig deckeln, dann enteignen“

Mittwoch, 16.10.
• 6.00 Uhr; Wedding, Zwangsräumung von Daniel verhindern!
Weitere Infos folgen.